Biografisches

Seelenlandschaften

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So seh ich aus …

… und ein Bild mag mehr aussagen als tausend Worte. Doch was mich innerlich bewegt, meine Gedanken, meine Gefühle, meine Sehnsucht, verrät es dir wohl kaum. Dazu braucht es Worte und das trifft sich gut, denn ich fühle mich ihnen verbunden. Meine Verbindung zur Sprache, der gesprochenen und mehr noch der geschriebenen, kannst du durchaus als eine Liebesbeziehung betrachten. Ich lade dich ein, mit mir in die Welt des geschriebenen Wortes einzutauchen.

Unterschiedliche Texte findest du unter dem Menüpunkt Schriften. Unterschiedliche Texte findest du unter dem Menüpunkt Schriften.

Wer also bin ich? Ich würde dir die Frage gerne beantworten. Aber ehrlich gesagt, kenne ich die Antwort selbst nicht. Ich möchte mir keineswegs eine Aura des Rätselhaften verleihen. Das wäre albern und peinlich. Ich bin keine Sphinx und will definitiv keine sein. Doch in den letzten Jahren habe ich vor allem erkennen dürfen, wer ich nicht bin. Es ist ein bisschen wie bei einem Baum; man sieht das, was aus der Erde hervorbricht, die Erscheinung, mal imposant, mal unscheinbar. Aber die Wurzeln, die dieser Erscheinung Halt geben, aus denen sich der Baum beständig speist, kann man nur erahnen. Das Wort „erahnen“ gefällt mir, denn es bringt meine Wurzeln in Verbindung mit den Ahnen, den physischen genauso wie den geistigen.

Wie jeder Mensch bin ich meinen Weg gegangen, habe meine Erfahrungen gemacht, gelernt und geliebt und bin dabei in verschiedene Identitäten geschlüpft. Darüber kann ich ein wenig berichten.

Geboren wurde ich am 12. Juli 1962 in einem kleinen Dorf im äußersten Süden der Niederlande mit dem Namen Berg aan de Maas, unweit der Kaiserstadt Aachen. Es gehörte damals zur Gemeinde Urmond, so dass man seinen Wohnort bei offizieller Gelegenheit als Berg-Urmond angab. Die Provinz Süd-Limburg ist ein schmaler Landstrich zwischen Belgien und Deutschland, in dem die Menschen zwar nicht Deutsch sprechen, es wohl aber recht gut verstehen. Mein Vater war Fabrikarbeiter und wir lebten in bescheidenen, heute würde man sagen „bildungsfernen“ Verhältnissen. Erstaunlicherweise erlaubten mir meine Eltern, nach meiner Schulzeit Kunst zu studieren. Doch es stellte sich bald heraus, dass mir keine Existenz als Kunstmaler beschieden war. Denn 1984 änderte sich alles. In Brockwood/England hörte ich Krishnamurti reden und traf dort zugleich meine spätere Frau Jutta. Eine Folge dieser Begegnungen war, dass ich mich entschied, Lehrer zu werden. Ich zog nach Amsterdam und fing an, Montessori-Pädagogik zu studieren. Am 1. Juli 1989, einen Tag nachdem ich mein Diplom erhalten hatte, wanderte ich nach Deutschland aus und zog zu meiner Frau nach Gauting bei München. Die nächsten Jahrzehnte sollte ich meiner Arbeit als Montessori-Lehrer nachgehen.

Dass der indische Weisheitslehrer und Freiheitsforscher am Anfang meines beruflichen Werdegangs steht, zeigt, dass ich mich früh auf die spirituelle, seelisch-geistige Dimension des Seins auszurichten suchte. Das kam auch in der Wahl meiner Lektüre zum Ausdruck. Mit großer Wissbegierde las ich C.G. Jung, Rudolf Steiner, Georg Iwanowitsch Gurdjieff und viele andere. Ich lernte den Philosophen, Psychotherapeuten, Runenforscher und Gurdjieff-Schüler Manfred Graf Keyserling kennen, der mir über zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder wichtige Anstöße geben sollte. Ich hörte den chassidischen Juden Friedrich Weinreb sprechen und wurde mir schließlich einer inneren Verbindung zur jüdischen Mystik gewahr.

Das führt mich zu einem weiteren Erfahrungsbereich, nämlich zur Schriftstellerei. Schon als Jugendlicher machte ich erste Schreibversuche. Doch erst, nachdem ich im deutschen Sprachraum Fuß gefasst hatte, wurde meine Sprache und damit auch mein Denken klarer, differenzierter. Im Jahr 2012, bezeichnenderweise nach einem Fahrradsturz, bei dem ich mir die Schreibhand brach, setzte ein Schreibfluss ein, der bis heute anhält. Meine ersten Bücher gingen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Alten Testament hervor. Dabei fasste ich biblische Geschichten neu in einem epischen Versmaß, also in Hexametern. Später kamen Novellen und Romane dazu und ich tastete mich vorsichtig an das Neue Testament heran. Noch später entstanden Bücher, die man vielleicht am besten als spirituelle Romane bezeichnet. Näheres zu diesem Thema findest du hier:

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